Nach deinem Besuch in Weida lohnt noch eine Fahrt ins 15km entfernte Wünschendorf, bevor du deine Rückreise nach Gera antrittst. Denn die kleine nicht einmal 3000 Einwohner zählende Gemeinde hat einige kleine Schmuckstücke und Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Wünschendorf – eine der ältesten Gemeinden des Vogtlands.

Nach deinem Besuch in Weida lohnt noch eine Fahrt ins 15km entfernte Wünschendorf, bevor du deine Rückreise nach Gera antrittst. Denn die kleine nicht einmal 3000 Einwohner zählende Gemeinde hat einige kleine Schmuckstücke und Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Die Holzbrücke

Holzbrücke Wünschendorf. Deutsch: Holzbrücke in Wünschendorf / Thüringen. gemeinfreie Bildlizenz, Quelle: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Holzbr%C3%BCcke_wuenschendorf.JPG">wikipedia.org</a>
Holzbrücke Wünschendorf. Deutsch: Holzbrücke in Wünschendorf / Thüringen. gemeinfreie Bildlizenz, Quelle: wikipedia.org

Besonders sehenswert ist die Historische Holzbrücke Wünschendorf, eine gedeckte Holzbrücke, wie es nur noch wenige in Deutschland gibt. Sie überspannt mit immerhin 71m die Weiße Elster. Erbaut wurde die heutige Brücke 1786 und stellte eine architektonische Meisterleistung dar. Die Vögte von Weida hatten hier aber bereits im 13. Jahrhundert Ländereien hier. So bewirtschafteten sie ein Landgut und das Kloster Mildenfurth. Gegründet wurde dieses 1193 von Heinrich II. von Weida. Imposant wirkt insbesondere die sehr hohe und wehrhafte Mauer mit ihren Schießscharten.

Kloster Mildenfurth

Kloster Mildenfurth
Kloster Mildenfurth

Umfangreich genutzt wurde das Kloster seit jeher. Umgebaut zu einem Renaissanceschloss war es durch Kurfürst Johann Georg I. als Jagdschloss genutzt. Heute beherbergt das Kloster eine Galerie und Plastiken des Künstlerehepaars Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbecher. Umfangreiche Sanierungsarbeiten erschweren einen ungestörten Blick auf die gesamte Klosteranlage, in der heute auch Konzerte, Theateraufführungen und Buchlesungen stattfinden.

Ausstellung im Kloster Mildenfurth
Ausstellung im Kloster Mildenfurth

Das Kloster ist etwas mehr als einen Kilometer von der Wünschendorfer Holzbrücke und der nächsten Sehenswürdigkeit entfernt. Aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen ist ein kleiner Spaziergang dorthin empfehlenswert. Mit dem Auto fährst du derzeit einen Umweg von 10km.

Kirche St. Veit in Wünschendorf

Veitskirche
Veitskirche

Unweit der Holzbrücke befindet sich die Kirche St. Veit von Wünschendorf. Ihr solltest du unbedingt einen Besuch abstatten, ist sie doch mit ihrer über 1000jährigen Geschichte die älteste Kirche des Vogtlands und damit viel älter als das Wirken der Vögte in dieser Region. Von der bewegten Geschichte der Kirche berichtet die Kirche selbst. In ihr vereinen sich Architekturstile verschiedener Epochen. Die vormals einschiffige Kirche wurde im 12. Jahrhundert zu einer zweischiffigen Kirche mit Westturm im romanischen Stil umgebaut. Im 14. Jahrhundert fanden Umbauten im gotischen Stil statt. Vom Kloster Mildenfurth erhielt die Veitskirche im 16. Jahrhundert ihr spätgotisches Portal. Ihre Sakristei stammt aus dem 14. Jahrhundert. Schon von außen ist die Veitskirche ein Schmuckstück. Mit ihren Glasbildern, einer freigelegten Weiheschrift und dem Flügelaltar weiß auch das Innere der Kirche zu Imponieren.

Veitskirche Wünschendorf
Veitskirche Wünschendorf

Klosterruinen Cronschwitz

Klosterruine Cronschwitz
Klosterruine Cronschwitz

Ebenfalls lohnend ist ein Abstecher nach Cronschwitz zu den Ruinen des Klosters Cronschwitz, fand hier doch ein besonderes Ereignis vogtländischer Geschichte statt. Zudem war es bis zur Reformation das reichste Kloster des Vogtlands. Dies lag vor allem daran, dass es als Adeligenstift von Jutta aus dem Geschlecht der Herren von Straßberg gegründet wurde. Sie war Ehefrau Heinrich IV., der als Reichsministeriale Vogt und Herr über Plauen und Gera war und 1237 in den Deutschen Orden eintrat. Eine hohe Ehre, die allerdings ein gewisses Maß an Singledasein vorraussetze. Also wurde in einer feierlichen Zeremonie die Freisprechung vom Ehegelübde vollzogen und Jutta erhielt das Kloster zum Unterhalt.

Cronschwitz Grabstein in der Klosterruine
Cronschwitz Grabstein in der Klosterruine

Heinrich hingegen erkrankte schwer und wurde im Kloster Cronschwitz bestattet. Fortan was das Kloster Grablege und avancierte zum Hauskloster seiner vogtländischen Adelslinie. Ebenso diente es allen unverheirateten Töchter der Vögte als Unterkunft.

Heute ist vom Kloster nicht mehr viel übrig geblieben. Die Mauerreste und der Grabstein vermitteln jedoch noch ein Bild von der Größe der Klosterkirche.

Unterwegs im Dorf Cronschwitz
Unterwegs im Dorf Cronschwitz

Die Tour im nördlichen Vogtland rund um Gera, Weida und Wünschendorf endet hier. Von hier aus könnt ihr zurück nach Gera fahren oder aber in Richtung Süden reisen um weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Kulturweg der Vögte zu besichtigen.

Vielen Dank an den Tourismusverband Vogtland e. V.. Im Rahmen einer Bloggerreise durfte ich auf dem Kulturweg des Vögte wandeln und das Vogtland erkunden.

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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