Auf einem Kegel aus Lausitzer Granit erbaut trägt das Schloss wegen eben dieser Lage den Namen „Schloss Klippenstein“. Der berühmte wettinische Herrscher Kurfürst Moritz von Sachsen war viele Jahre lang hier und prägte die Architektur des Schlosses.

Das Castrum Radeberch – erste Zeugnisse der Burg

Holzfiguren im Schlosshof Klippenstein
Holzfiguren im Schlosshof Klippenstein

1289 wurde die Burg das erste Mal als Castrum Radeberch erwähnt. In den Folgejahren lag die Burg strategisch günstig zwischen der Oberlausitz und der Markgrafschaft Meißen. Moritz von Sachsen ließ 1543-1546 die Burg zum Jagd- und Amtsschloss ausbauen. Nach seiner Nutzung als Jagd- und Amtsschloss wurde es viele Jahre lang durch kurfürstliche Amtsmänner geführt, bis es 1952 aufgelöst wurde und vom Heimatmuseum übernommen wurde. In der bisherigen und der kommenden Zeit verfiel es zusehends bis Anfang der 1990er Jahre umfangreiche Sanierungsarbeiten am Schloss stattfanden. Mittlerweile erstrahlt es in neuem Glanz.

Im Schloss Klippenstein – Zeugen der Jahrhunderte

Schon bei der ersten urkundlichen Erwähnung bestand die Burg aus einem steinernen Wohnturm mit fünf Stockwerken, einem hohen Bergfried und zwei weiteren Gebäuden. Der dreieckige Burghof wird von zwei Meter dicken Mauern umschlossen. Eine zweite Mauer umschließt die Burg mit dem Zwinger.

Eulen- oder Hungerturm im Schloss Klippenstein
Eulen- oder Hungerturm im Schloss Klippenstein

Auch den „Eulen- oder Hungerturm“ besitzt die Burg schon. Die Reste des ehemals als Gefängnis genutzten Turms sind heute noch begehbar. Der Schlossteich und die Röder schützen die Burg zusätzlich vor Überfällen.

Im 16. Jahrhundert wird das Schloss zu einer repräsentativen Dreiflügelanlage mit charakteristischen Renaissancegiebeln und Zwerchhäusern ausgebaut. Über die schwertseitig angelegte Reitertreppe konnte man bis in den oberen Hof reiten. Die Vorburg bietet Platz für einen Stall für 25 Pferde, Unterkünfte und einen Getreidespeicher.

Reitertreppe im Schloss Klippenstein
Reitertreppe im Schloss Klippenstein

Im 18. Jahrhundert fand ein großer Umbau der Hauptburg zu ihrer heutigen Gestalt statt.Seit dem wird es in den verschiedenen Epochen als Verwaltungsgebäude der Amtsverwaltung, Justizamt und Amtsgericht.

Dem Verfall im 20. Jahrhundert wurde dann schließlich mit einer umfassenden Sanierung entgegnet. Heute kann der Besucher den sanierten Eulenturms besuchen, den historischen Eingang und die Reitertreppe begehen, sich das sanierte Turmzimmer und den sanierten Innenhof ansehen und sich im Erdgeschoss der Burg über die Geschichte der Stadt und des Schlosses informieren.

Innenhof des Schloss Klippenstein
Innenhof des Schloss Klippenstein

Besonders beeindruckend sind die großen Granitfelsen auf der das Schloss im Inneren erbaut ist und die Geschlossenheit und Authentizität der Anlage, die man so von außen nicht vermutet. Zahlreiche Informationstafeln im Schlossinneren informieren über die einzelnen Gebäude und Plätze im Schloss und geben einen Einblick in die Geschichte.

 

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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