Das Hochmoor Kleiner Kranichsee im Westen Johanngeorgenstadts ist ein kleines Moor mit bizarrer Schönheit. Vergänglichkeit und Leben liegen eng beieinander.

Kleiner Kranichsee – Hochmoor erster Güte

Die Vegetation im Hochmoor Kleiner Kranichsee
Die Vegetation im Hochmoor Kleiner Kranichsee

Der Kleine Kranichsee gilt als besterhaltene Moor des Erzgebirges und ist wahrscheinlich gerade deshalb so schön. Das Moor hat einen intakten Hochmoorkern und liegt an der Wasserscheide von zwei Flusssystemen (Mulde im Norden, Eger im Süden). Es wird in alle vier Himmelsrichtungen entwässert. Seine besondere Schutzwürdigkeit erkannte man schon 1939, als man es als einer der ersten Gebiete Sachsens unter Naturschutz stellte. Dadurch blieb es vom Schiksal vieler anderer Moore verschont, die großflächig entwässert und abgetorft wurden.

Ganz anders der Kleine Kranichsee – hier konnte sich die Natur weiter entfalten und blieb ursprünglich erhalten. Zurück bleibt eine einzigartige Flora und Fauna mit zahlreichen krummgeformten, stellenweise viel zu klein geratenen Moorkiefernhölzern. Zwischen all den bizarr geformten Kiefern findet man zudem eine große Anzahl an Krähenbeeren, Seidigen – oder Breitblättrigen Wollgras sowie Sonnentau.

Auf einer Fläche von etwa 29,14 ha hat das Moor eine maximale Mächtigkeit von ca. 9 m. Seinen Namen hat das Moor übrigens nicht vom gleichnamigen Vogel sondern vom tschechischen Wort granica, das für Grenze steht. Und diese führt quasi direkt durch das Moor.

Kleiner Kranichsee – Beliebtes Wanderziel

Kleiner Kranichsee - Hochmoor nahe Johanngeorgenstadt
Kleiner Kranichsee – Hochmoor nahe Johanngeorgenstadt

Besonders beliebt ist das Hochmoor bei Wanderern. Führt der Weg dorthin durch die verträumten Johanngeorgenstädter Stadtteile Henneberg und Jugel. Zudem kann das Moor begangen werden. Auf einem hölzernen Steg führt der Weg bis zu einem Aussichtsturm von dem aus man den schönen Ausblick auf die Moorlandschaft genießen kann.

Naturschutzgebiet Butterwegmoor und Henneberger Hang

Bizarre Wurzeln im Naturschutzgebiet
Bizarre Wurzeln im Naturschutzgebiet

Zusammen mit dem Kleinen Kranichsee bilden das Butterwegmoor und der Henneberger Hang ein vereintes Naturschutzgebiet im deutsch-tschechischen Grenzland. Teile des Naturschutzgebietes wurden in der DDR-Zeit militärisch genutzt. Dadurch sind Freiwiesen entstanden auf denen heute seltene Pflanzen und Tiere eine Heimat finden. Über eine Vielzahl von Wanderwegen, die allesamt gut ausgebaut sind, kann man das Naturschutzgebiet erwandern oder mit dem Rad erkunden. Urlauber und Tagesausflügler finden hier einen gelungenen Ausgleich. Das eng verzahnte Mosaik aus Zwergstrauchheiden, Borstgrasrasen, Bergwiesenfragmenten ist ein kleines Naturparadies

Lage und Anreise zum Kleinen Kranichsee

Erwandern lässt sich das Naturschutzgebiet „Kleiner Kranichsee, Butterwegmoor und Henneberger Hang“ am besten von Johanngeorgenstadt aus. Über den Anton-Günther-Weg kann das Hochmoor über den Lehmergrund, den Henneberger Flügel oder den Butterweg angelaufen werden. Aus Richtung Steinbach wählt man den Waldweg der „Eisenstraße“ und aus Richtung Oberjugel kommend, wandert man den Kammweg entlang.

In der Nähe des Hochmoores befindet sich mit der Gaststätte Henneberg eine beliebte Einkehrmöglichkeit. Hier können Autofahrer, die aus Oberjugel anreisen parken und das Hochmoor bequem besichtigen.

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Kleiner Kranichsee

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Kleiner Kranichsee 50.418538, 12.673263 Als eines der bedeutendsten Hochmoore des Erzgebirges befindet sich der \"Kleine Kranichsee\" südwestlich von Johanngeorgenstadt auf einer Höhe von 930m ü. NN.Ein Knüppeldamm und ein Aussichtsgerüst laden zur Besichtigung ein. (Routenplaner)
Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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