Wer sich in Weihnachtsstimmung wähnen möchte, dem sei ein Besuch des Christmas Garden im Schloss Pillnitz ans Herz gelegt. Im romantisch illuminierten Schlossgarten wandelst du durch ein beleuchtetes Kleinod. Folge mir auf meiner Tour durch den Christmas Garden Dresden

Christmas Garden Dresden – Das Winterkleid von Schloss Pillnitz

Im Frühjahr, wenn die Kamelie blüht und aus ihrem Verdeck gefahren wird; im Sommer, wenn der Park in voller Pracht zu bestaunen ist und auch im Herbst wenn sich der Park bunt färbt ist Pillnitz immer einen Besuch und einen Parkspaziergang wert.

Doch im Winter? Wenn alles grau ist und keine bunte Blütenpracht zu bestaunen ist nach Schloss Pillnitz fahren, um sich dort den Park anzusehen? Das haben bisher sicherlich nur die wenigsten gemacht. Doch seit Mitte November und noch bis Anfang Januar lohnt es sich mit Beginn der Dämmerung das ehemalige Lustschloss August des Starken zu besichtigen. Denn dieses hüllt sich ab sofort in ein wahrlich bezaubernd glitzerndes Winterkleid.

Ein Spaziergang durch den Schlosspark Pillnitz

Auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg bestaunst du 20 individuelle Lichtinstallationen. Diese sind harmonisch in die abwechslungsreiche Natur des Parks eingebunden und überraschen teilweise mit ihrer Einzigartigkeit und kreativen Inszenierung.

Einzelne Stationen, wie beleuchtete Bilderrahmen, Pakete oder Weihnachtsmänner und Rentiere laden zu einem Fotomotiv insbesondere für die Kleinen ein.

 

Der Sternenadventskalender und der Seerosenteich sind sicherlich die besonderen Hingucker. Am beeindruckendsten ist der Schmetterlingspavillon – das Große Wächterhaus – am hinteren Schlossteich.

Ergänzt werden die einzelnen Lichtinstallationen durch passend eingespielte Weihnachtsmusik. Während deines Spaziergangs begleiten dich der Soundtrack von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, Chris Rea, Frank Sinatra, Coldplay, Aretha Franklin und weitere Stars mit ihren schönsten Weihnachtsliedern und sorgen für eine stimmungsvolle Untermalung der Szenerie.

Ebenfalls gelungen finde ich das Beleuchtungskonzept im Lustgarten, der von den 3 Palais umrahmt wird. Der illumierte Springbrunnen in der Mitte wird von den farbig angestrahlten Palais richtig zur Geltung gebracht und lädt zum Träumen ein.

Was kostet der Eintritt in Christmas Garden?

Wie zu erwarten ist der Eintritt in den Christmas Garden nicht kostenlos. Die 15 Euro Eintritt (Freitag bis Sonntag 17 Euro) sind eine Menge Geld. Selbst das Familienticket für Familien mit bis zu 3 Kindern (6-14 Jahre) schlägt mit 42€ respektive 48€ am Wochenende zu Buche. Somit ist der Weihnachtspark sicherlich nicht für jedermann erschwinglich. Positiv anzumerken ist jedoch, dass in jeder Stunde nur eine bestimmte Anzahl an Personen Zutritt gewährt wird, damit das Gedränge an den einzelnen Stationen nicht allzu groß wird und die besinnliche Stimmung auch tatsächlich Oberhand gewinnt.

Was bekomme ich im Christmas Garden geboten?

Neben dem Rundgang durch die illuminierte Parklandschaft, der bei Schnee sicherlich nochmal weitere Pluspunkte sammelt, befinden sich zahlreiche kleine Marktbuden mit Glühweinausschank und Bratwurstverkauf (für je 3,50€) im Park, die zum Verweilen einladen. Der Christmas-Garden-Vermarktung wird mit der CD „CHRISTMAS GARDEN – DER SOUNDTRACK FÜR DIE MAGISCHE REISE“ noch ein kleines Krönchen aufgesetzt.

Das Konzept als solches ist stimmig und tritt in die Fußstapfen seiner erfolgreicher Vorgänger in London und Berlin. Zusammen mit Stuttgart (in der Wilhelma) gibt es nun 4 solcher weihnachtlichen Lichterparks in Europa.

Was kann ich in Pillnitz noch unternehmen?

Wenn du einmal hier bist, kannst du dem Kunstgewerbemuseum im Berg- und Wasserpalais, sowie dem Schlossmuseum im Neuen Palais mit seiner ständigen Ausstellung einen Besuch abstatten. Wanderlustige begeben sich auf einen Spaziergang zu der künstlichen Ruine und durch das Tal der vielen Brücken.

Matthias N.
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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