Wanderung durch den Trebnitzgrund bei Liebstadt

Eine wirklich tolle und entspannte Wanderung im Dresdner Umland, welche alles zu bieten hat. Natur, leichte Berganstiege, Ausblicke, Tiere, Bio-Höfe mit Naturprodukten, einer Einkehrmöglichkeit und einem verzauberten alten Schloß.

Auf in den Trebnitzgrund
Auf in den Trebnitzgrund

Es muss nicht immer das Elbsandsteingebirge sein, wenn man in der Nähe zur Landeshauptstadt sich die Wanderwaden vertreten will. Gerade die unscheinbaren und „unspektakulären“ Wege sind es, welche einen die versteckten Schönheiten unserer Heimat entdecken lassen.
So wurde der Entschluß gefasst, anstatt östlich von Pirna in die Sächsische Schweiz zu fahren, den Weg nach Süden Richtung Liebstadt zu nehmen. Für mich bis dahin eine weitgehend unbekannte Ecke.

Start auf dem Parkplatz Bahnhof Oberschlottwitz

Der Startpunkt dieser landschaftlich schönen Rundwanderung ist der Parkplatz vom Bahnhof Oberschlottwitz. Wenn man von Dresden kommt, so befindet er sich auf der linken Seite. Auf de rechten Seite gibt es auf einer unasphaltierten Fläche weitere Parkmöglichkeiten.
Wir laufen ca. 200 Meter zurück Richtung Dresden und finden an den Wohnhäusern die Wanderschilder, welche uns den Weg nach Liebstadt und zum Roten Vorwerk weisen.

Bio Hof Rotes Vorwerk
Bio Hof „Rotes Vorwerk“

Der Weg führt gerade durch eine kleine beschauliche Wohnsiedlung und biegt ca. 150 Meter rechts ab. Ab da ist etwas Kondition gefragt, da es die Sonnenleite bergauf geht. Diese geht über in einen Waldweg, welcher sich Eichleitenweg nennt und weiterhin bergauf die Waden fordert. Nach guten 10 Minuten Anstieg wird man mit einer hübschen Aussicht und einer Bank zum Verschnaufen belohnt. Für geübte Wanderfreunde stellt dieser kleine Anstieg allerdings kein Problem dar.

Kühe
Hübsche Kühe und Milchprodukterzeuger

Wir folgen dem Weg Richtung Seitenhain und biegen dann kurze Zeit später vor der Ortschaft rechts ab und laufen Richtung Roten Vorwerk. Hierbei handelt es sich um einen Molkereibetrieb, wo man gute Milcherzeugnisse im Hofladen kaufen kann.

Liebstadt – die kleinste Stadt Sachsens

Weiter geht es Richtung Liebstadt. Nach gut 20 minütiger gemütlicher Laufzeit erreichen wir kleinste Stadt Sachsens. Sie hat etwa 1400 Einwohner und weist somit auch die geringste Bevölkerungsdichte aller sächsischen Städte auf. Ins Auge sticht einem sofort das Schloss Kuckuckstein. In jüngster Geschichte ist es bekannt geworden in der Kultsendung des DDR-Fernsehens „Zauber auf Schloss Kuckucksstein“ mit dem Zauberpeter.

Schloss Kuckuckstein
Schloss Kuckuckstein

Nach mehreren Besitzerwechseln ging 2006 der Besitz an einen österreichischen Unternehmensberater, welcher aber den auferlegten Sanierungsverpflichtungen nicht nachkam. Anfang diesen Jahres wurde bekannt, dass im Rahmen eines Vergleichs das Schloss wieder in das Eigentum der Stadt Liebstadt übergehen wird. Das Schloss Kuckuckstein soll erneut an einen privaten Investor, einem Unternehmerpaar aus der Gemeinde, veräußert werden. Man munkelt sogar, dass der Zauberpeter sich wieder blicken lassen wird.

Gute 400 Meter weiter durch die Ortschaft an der Seidewitz entlang, geht es nun leicht bergauf an einer Gartenkolonie vorbei. Oben angekommen, folgen wir dem Weg nach Berthelsdorf, welcher zwischen Feldern und Streuobstwiesen entlang führt. 300 Meter leicht bergauf die Hauptstraße entlang, stößt man auf den Gasthof Berthelsdorf. Bei einem frischen Radler oder leckerem Essen kann man hier zu neuen Kräften kommen. Und das zu moderaten Preisen.

Schwalben in Bertehlsdorf
Schwalben in Berthelsdorf

Nach der Rast gehen wir der Straße leicht bergauf weiter und biegen 200 Meter weiter rechts auf einen Feldweg ab. Wir folgen diesem gerade bis zu einer Rastbank mit kleiner Schutzhütte, wo der Weg ab hinab das Naturschutzgebiet Trebnitzgrund führt.

Der beschauliche Trebnitzgrund

Steinbrücke Trebnitzbach
Steinbrücke Trebnitzbach

Im Grund angekommen geht es scharf rechts einen unscheinbaren Weg an einer Tierweide entlang. Im Schatten der Bäume und linker Hand die Trebnitz lässt es sich gut wandern bzw. Spazieren. Viele Hinweistafeln geben Infos über die Flora und Fauna im Naturschutzgebiet. Auffällig ist eine alte Steinbrücke, welche wohl aus dem Jahre 1477 stammt aber damals noch aus Holz war. Durch Hochwasser und Witterungseinflüssen wurde die Brücke öfters zerstört oder weggerissen und wurde dadurch als Stein gefertigt. Das war zu der Zeit die einzige Weg zwischen von Liebstadt über Berthelsdorf, Neudörfel in das Müglitztal. 1999 wurde diese historische Brücke nach alten Vorlagen restauriert.

Wir kommen aus dem Grund heraus und betreten eine Straße. Dieser folgen wir immer geradeaus und stoßen nach guten 10 Minuten an unseren Ausgangspunkt.
Eine kleine aber feine Wanderung, auf welcher man wenigen Menschen begegnet und viele schöne Plätze zum verweilen und erholen hat. Man kann diese Runde auch vergrößern in dem man über das Örtchen Döbra geht.

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