Als einer der schönsten Parks Deutschlands ist der Schlosspark Lichtenwalde ein beliebtes Tagesausflugsziel in Mittelsachsen. Doch auch das Schloss selbst ist eine Reise wert, beherbergt es eine interessante Ausstellung.

Der Schlosspark Lichtenwalde

Mit seinen einhundert Wasserspielen und seinen tausenden Blüten begrüßt der Park seit seiner Sanierung in den 1990er Jahren seine Gäste aus nah und fern.

Das Parkensemble verzückt mit seinen liebevoll gepflegten Terrassen, Plätzen, Rondells und Alleen. Stilistisch befinden wir uns am Übergang vom Barock zum Rokoko. Antiken Amphore, Statuen und Blütenrondelle laden zum Träumen und verweilen ein.

 

Im Schlosspark Lichtenwalde

Zahlreiche Bänke bieten genügend Zeit zum Innehalten und von einigen Terrassen des Parks genießen wir herrliche Fernblicke in das Zschopautal und die nähere Umgebung.

Die Sieben Künste – das schönste Wasserspiel im Schlosspark Lichtenwalde

Und immer wieder finden wir Wasserspiele im 1730-1737 erbauten Park. Die „Sieben Künste“ als die berühmtesten präsentieren ihre Fontänen zweimal stündlich und mit klassischer Musik ummalt.

 

 

 

 

 

 

Im 10ha großen Park befindet sich zudem noch eine Gaststätte mit Biergarten. Gerade zu Himmelfahrt und Pfingsten finden hier Konzerte statt. Dann steht meist Swing oder Blasmusik auf dem Programm und sorgt für eine lebhafte Untermalung im Park und ein fröhliches Beisammensein.

 

 

 

 

 

 

Der Park ist täglich, außer montags, während der Öffnungszeiten gegen Eintrittsgeld begehbar.

Das Schloss Lichtenwalde

Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz
Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz

Das Museum im Schloss Lichtenwalde stellt die Geschichte des Hauses vor, hat eine Ausstellung zur Scherenschnittkunst sowie zur Kunst und Kultur Westafrikas, Ostasiens und der Himalaya-Region beheimatet und präsentiert Gemälde, historischen Möbel und asiatisches Porzellanen. Zudem existiert im Nordflügel des Schlosses seit 2010 eine Galerie für Design. Ebenso ist die Umweltbibliothek der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt im Schloss beheimatet.

Aus der Geschichte der Burg und des Schloss Lichtenwalde

Schloss Lichtenwalde

Bereits seit 1230 befand sich auf dem Gelände des heutigen Schlossparks eine Burg. Die Markgrafen von Meißen erbauten die Burg und nutzen die Burg mehr oder weniger gegen die angrenzenden Herrschaften der Augustusburg und der Burg Mildenstein.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer der Burg. Vom Geschlecht der Thüringer Harras erreichte Dietrich von Harras durch die Harrassage von Theodor Körner Berühmtheit. Das Denkmal auf dem nicht allzuweit entfernten Harrasfelsen kann heute noch besichtigt werden.

Mit dem Erwerb der Anlage durch Christoph Heinrich Reichsgraf von Watzdorf im Jahre 1722 erlebte das neu gebaute Schloss seine Blütezeit und erstrahlte durch das Anlegen eines Parks zu herrlichem Glanz.

Ein großer Brand zur Walpurgisnacht 1905 beschädigte das Schloss schwer. Allerdings war es bereits drei Jahre später wieder renoviert. In der Folgezeit wurde es als Kurheim, dann als Heilstätte und ab 1972 als Bildungseinrichtung des staatlichen Gesundheitswesens der DDR genutzt. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten in den 1990ern kann das Schloss und der Park wieder besucht und besichtigt werden und gilt als einer der Sehenswerten Drei zu den schönsten Schlossparkanlagen in Sachsen.

Parken, Eintritt, Öffnungszeiten

Parkplätze für den Schlosspark und das Schloss Lichtenwalde befinden sich direkt vor dem Schloss in der August-Bebel-Straße, sowie etwas weiter entfernt in der Frankenberger Straße.

Park und Schloss sind ganzjährig von Dienstag bis Sonntag und an montäglichen Feiertagen geöffnet. Zwischen 10-17 Uhr (von April-Oktober bis 18 Uhr) sind die Pforten geöffnet. Der Park öffnet bereits um 9:30 Uhr.

Sowohl für das Schloss als auch für den Park muss Eintritt gezahlt werden. Die Parkeintrittspreise liegen bei 2.50€ pro Person, der für das Schloss bei 8€. Zudem gibt es verschiedene Ermäßigungen und Zeitkarten.

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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