Züge, Loks und Eisenbahnen üben Faszination vielerorten aus. Technikbegeisterte und historische Interessierte erfreuen sich an Dampfloks, historischen Zügen oder Pioniereisenbahnen gleichermaßen. In Sachsen kann man derlei Bahnen und Züge in vielen Regionen beobachten und ansehen. Mit knapp 560 km einheitlichem Streckennetz war das Sächsische Schmalspurbahnnetz das größte zusammenhängende in Deutschland. Seine größte Ausdehnung hatte es kurz nach dem 1. Weltkrieg. Selbst entlegene Orte konnte man mit den Schmalspurbahnen erreichen. Und auch heute sind einige Strecken existent und können befahren werden.

Kulturdenkmal „Lößnitzdackel“ – Schmalspurbahn zwischen Radebeul Ost – Radeburg

Bekanntgeworden ist die Lößnitztalbahn vor allem durch seine historische Lokomotiven und Wagen aus der Frühzeit der sächsischen Schmalspurbahnen. Bereits seit 1974 verkehrt die Bahn zwischen Radebeul Ost bei Dresden über Moritzburg und Friedewald nach Radeburg. Zahlreiche Haltepunkte bieten Bahnbegeisterten die Möglichkeit auch Teilstrecken in den historischen Lokomotiven zu fahren.

Von Cranzahl nach Oberwiesenthal – Mit der Fichtelbergbahn in den Luftkurort

Auf etwas mehr als 17km Länge kann man heute von Cranzahl aus mit der Schmalspurbahn nach Oberwiesenthal fahren. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt über das 18m Hohe halbrunde Viadukt welches das Hüttenbachtal bei Oberwiesenthal überquert.

Mit der Weißeritztalbahn von Freital bis nach Kipsdorf

Die durch das Hochwasser 2002 stark in Mitleidenschaft gezogenene Schmalspurbahnstrecke der Weißeritztalbahn führt auf einer Länge von 26km von Freital im Südwesten Dresdens über Rabenau, Malter und Dippoldiswalde in den Kurort Kipsdorf. Besonders sehenswert ist der Abschnitt zwischen Rabenau und Malter der durch den Rabenauer Grund und vorbei an der Talsperre Malter führt. Aktuell ist die Strecke nicht vollständig befahrbar, soll aber ab Ende 2014 wieder funktionstüchtig sein. Alternativ verkehrt ein Bus auf nicht befahrbaren Bahnstrecken.

Die Zittauer Schmalspurbahn von Zittau in den Kurort Oybin

In der Oberlausitz befindet sich eine weitere Schmalspurbahn, welche zwischen Zittau und Oybin bzw. Jonsdorf. Wohin die Reise von Zittau aus gehen soll kann man bis zum Inselbahnhof in Bertsdorf entscheiden. Von dort aus führen die letzten Kilometer der 12km langen Strecke in einen der beiden ostsächsichen Orte.

Schmalspurbahn Oschatz-Mügeln-Döbeln

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern führt die Schmalspurbahn von Oschatz bis ins 11 km entfernte Mügeln. Der weitere ursprüngliche Streckenverlauf nach Döbeln ist seit den 60er Jahren stillgelegt. Allerdings besteht die Möglichkeit von Mügeln aus weitere Teile des sächsischen Schmalspurbahnnetzes bis hin nach Glossen abzufahren. Auch hier ist der ursprüngliche längere Teil der Strecke bis nach Neichen nicht mehr befahrbar. In Neichen hat die Strecke früher mit den Muldentalbahnen weitergeführt.

Museumsbahn Preßnitztalbahn zwischen Wolkenstein und Jöhstadt

Auf 7 Kilometern der ursprünglichen Strecke kann man heute wieder mit der Preßnitztalbahn zwischen Steinbach und Jöhstadt nahe der tschechischen Grenze fahren. Die Museumsbahn verkehrt von Mai bis Oktober an jedem Wochenende sowie zu Feiertagen (Ostern, Maifeiertag, Himmelfahrt, Pfingsten, 3. Oktober), im Advent sowie zwischen Weihnachten und Neujahr.

Die Museumsbahn Schönheide

Die Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld war mit 42 Kilometern Sachsens erste, steilste und längste Schmalspurbahnstrecke. Heute fährt die Bahn an ausgewählten Tagen auf 4 Kilometern Länge zwischen Stützengrün und Schönheide.

Bildnachweis: Dr Neil Clifton

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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