Die Berge und Felsen rund um Jonsdorf sind was ganz besonderes. Überall verstecken sich bizarre Felsgebilde, die an Tiere und Gegenstände erinnern und phantasievolle Namen tragen. Begleitet mich auf eine Tour mit Nashörnern, Bernhardinern, Nonnen und Orgeln.Wir starten unsere Wanderung im Jonsdorfer Stadtzentrum. Von hier führt uns der Weg erstmal zur Waldbühne Jonsdorf auf der im Sommer zahlreiche Vorführungen aller Art stattfinden. Idyllisch im Wald gelegen hat sich die Waldbühne als Veranstaltungsort für Open-Airs in der Oberlausitz etabliert.

Zum Carolafelsen

Mausefalle in den Mühlsteinbrüchen
Mausefalle in den Mühlsteinbrüchen

Von der Waldbühne gehen wir entlang des Waldrands kurze Zeit später hinein in die Felsenstadt. Unser erster kleiner Zwischenstop findet am Bärloch statt. Hier überrascht uns ein hölzerner Jäger der hoch oben wacht und Felsen, die instabil in die Höhe ragen und den Namen Mausefalle tragen. Ein kleiner Stein trägt einen großen, und die Frage ob diese Konstellation ewig hält, dürfte sich sicher schon der ein oder andere gestellt haben. Aber so fest verkeilt sollte die Stabilität noch einige Zeit gewährleistet sein.

Felsstufen auf den Carolafelsen
Felsstufen auf den Carolafelsen

Wir gehen indes weiter hinauf und haben uns den Carolafelsen als nächstes Zwischenziel gesetzt. Der Blick von hier oben auf 569m Höhe ist fantastisch. Jonsdorf liegt uns zu Füßen und die waldreiche Gegend des Zittauer Gebirges lässt nur wenige kleine Felsen durchblitzen. Die Nonnenfelsen sieht man indes sehr gut und deutlich.

Über die Steinbruchschmiede zum Schwarzen Loch

Felsengasse in das Schwarze Loch
Felsengasse in das Schwarze Loch

Der Abstieg vom Carolafelsen ist schnell bewältigt. Wir gehen weiter linkerhand in Richtung Steinbruchschmiede. Hier wurden früher die Werkzeuge für die 4 Brüche der Jonsdorfer Felsenstadt gefertigt. Durch einen sind wir bereits mit dem Bärloch gewandert. Der zweite liegt kurze Zeit später vor unseren Füßen. Durch eine enge Felsengasse gehen wir einige Meter voran und blicken hinab in das Schwarze Loch, in dem wir kurze Zeit später nach dem Durchgang durch eine enge hohe Felsengasse mittendrin stehen. Doch keine Angst, du wirst hier nicht verschluckt. Der Steinbruch mit zwei Hütten und einigem Handwerkszeug ist weitaus imposanter als das Bärloch. Der Kernbereich ist abgesperrt und kann nur bei einer der regelmäßig stattfindenden Führungen besichtigt werden.

Blick in das Schwarze Loch in der Jonsdorfer Felsenstadt
Blick in das Schwarze Loch in der Jonsdorfer Felsenstadt

Der Weg führt uns indes wieder hinauf durch eine weitere Felsengasse und begeben uns auf den Orgelsteig.

Der Orgelsteig

Bernhardiner und Nashorn
Bernhardiner und Nashorn

Entlang des Orgelsteigs finden wir einen kleinen Zoo vor. Zuerst sehen wir einen Bernhardiner und ein Nashorn, die sich womöglich gestritten haben und nicht mehr anschauen und wenig später thront ein Löwe hoch oben auf den Felsen. Der Weg geht leicht bergan und führt, wie sollte es anders sein, zu der Großen und Kleinen Orgel. Die Basaltfelsen muten recht bizarr an. Säulen unterschiedlicher Stärke und Länge bilden zwei Felsgebilde, die tatsächlich wie zwei Orgeln aussehen.

Kleine und Große Orgel in Jonsdorf
Kleine und Große Orgel in Jonsdorf

Von der Aussichtsplattform an den beiden Orgeln haben wir einen wunderschönen Blick auf die Felsenlandschaft der Jonsdorfer Gegend. Besonders die Henningsäule ganz rechts fällt besonders ins Auge.

Hennigsäule in der Jonsdorfer Felsenstadt
Hennigsäule in der Jonsdorfer Felsenstadt

Der Alpenpfad

Trauriger und müder Dackel
Trauriger und müder Dackel

Wir verlassen den Orgelsteig rechterhand und gehen hinab den Alpenpfad entlang. Wer einen längeren Weg gehen möchte, der kann den Orgelweg weiter gehen und über den Bornweg in Richtung Falkenstein aufbrechen, oder aber die Lichtenwalder Straße in Richtung Gondelteich zurück gehen. Dieser ist auch unser nächstes Ziel. Wir gehen den steilen Alpenpfad bergab, der in Gegenrichtung sicherlich anstrengend ist, halten kurz am traurig dreinblickenden und müdewirkenden Dackel vorbei und halten kurz an der Schwarzwasserquelle inne. Kurz darauf sind wir am Jonsdorfer Gondelteich. Nach kurzer wohlverdienter Hefeweizenpause am Gondelteich erblicken wir schon unser nächstes Ziel: Den Nonnenfelsen, der sich hinter dem Gondelteich auftürmt. Diesen stelle ich euch in einem separaten Beitrag vor.

Gondelteich Jonsdorf
Gondelteich Jonsdorf

Unsere Wanderung führte uns vom Nonnenfelsen dann wieder zurück ins Jonsdorfer Ortszentrum. Was du in Jonsdorf alles unternehmen kannst, habe ich dir bereits in einem Beitrag zusammengefasst.

Hier nochmal die komplette Wanderung als Strecke mit einigen kleinen Abstechern in Jonsdorf:

 

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

2 Kommentare

  1. Schön hier…das kann ich bestätigen. Allerdings taucht sowohl in der Überschrift als auch in anderen Textabschnitten ein „h“ bei Jonsdorf auf…und das wird nach wie vor ohne „h“ geschrieben – Jonsdorf. Nur kleiner Tipp am Rande…für den Fall das man es im Navi eingibt landet man sonst nämlich im Tschechischen Janov. Und das wäre ja schade 🙂

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