Mit dem Erzgebirge und seiner weihnachtlichen Handwerkskunst, Dresden mit seinem berühmten Stollen, Pulsnitz mit seinen Pfefferkuchen und vielen weiteren Köstlichkeiten und Weihnachtsspezialitäten ist Sachsen das Weihnachtsland mit zahlreichen Weihnachtsmärkten und jahrhundertealter Traditionen. Meine 10 schönsten sächsischen Weihnachtsmärkte stelle ich dir hier vor.

Weihnachtsmarkt in Freiberg

In der Bergstadt des Erzgebirges gehört einfach ein Weihnachtsmarkt. Und nicht nur irgendeiner. Sondern ein schöner, stimmungsvoller, romantischer. Auch hier steigert das Drumherum um den Weihnachtsmarkt mit den historischen Gebäuden das Weihnachtsgefühl. Die alten Gebäude sorgen für ein Ambiente, dass die vielen Buden und die Holzpyramide noch steigern. Wenn zur Mettenschicht die Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft am Samstag vor dem 2. Advent majestätisch im Fackelschein durch die Altstadt marschiert, sollte man diesem Umzug beiwohnen.

Striezelmarkt Dresden

Der Striezelmarkt
Der Striezelmarkt

Einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte Deutschlands ist der Dresdner Striezelmarkt. Seit 1434 ist der Striezelmarkt auf dem Dresdner Altmarkt eine Institution der Landeshauptstadt. Jährlich zieht er 2.5 Millionen Besucher an. Seit seiner Neugestaltung mit Inseln und Plätzen hat der Striezelmarkt stark an Stimmung und Ambiente gewonnen. Zwar sind die Besuchermassen in den Abendstunden und am Wochenende riesig und ein Gedränge hier und da unvermeidbar, dennoch ist der Striezelmarkt einen alljährlichen Pflichtbesuch wert.

Wenzelsmarkt in Bautzen

Wenzelsmarkt in Bautzen
Wenzelsmarkt in Bautzen

In der Stadt der Türme findet einer von Deutschlands ältesten und einer der schönsten Weihnachtsmärkte in Sachsen statt. Bereits seit 1384 hat der Markt in der Vorweihnachtszeit hier eine jahrhundertelange Tradition. Die weihnachtliche Stimmung ist durch die vielen historischen Gebäude, die schönen Gassen und der vielen Buden hier in der gesamten Innenstadt zu spüren. Ein Besuch Bautzens und dem wohl ältesten Weihnachtsmarkt in einer über 1000jährigen Stadt ist mehr als lohnend.

Weihnachtsmarkt in Leipzig

Bis 1458 reicht der Leipziger Weihnachtsmarkt mit seiner Tradition zurück und gehört damit auch zu einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Rund 250 originell geschmückte Stände machen den Weihnachtsmarkt in Leipzigs Altstadt zu einem der größten Deutschlands. Der riesige Adventskalender die Erzgebirgsparade und der historische Markt auf dem Naschmarkt mit seinen Kunst- und Handwerkstraditionen. Ebenfalls genießen solltest du eine Fahrt im historisch nachempfundenen Etagenkarussell im Salzgässchen. Leipzig zur Weihnachtszeit ist ein weiterer lohnender Anlaufpunkt im sächsischen Weihnachtsland.

Schlesischer Christkindelsmarkt zu Görlitz

Schon vor vielen Jahrhunderten war Görlitz als Handelsstadt beliebter Treffpunkt verschiedener Kulturen, Einflüsse und Produkte. Hier etablierte sich ein Christkindelmarkt auf dem noch heute Handwerker und Händler kulinarische Köstlichkeiten aus den Regionen Oberlausitz, Niederschlesien, Böhmen, Sachsen und Polen feilbieten. Im wunderschönen altstädtischen Platz rund um den Untermarkt inmitten von Bürgerhäusern ist Görlitz ein idealer Standort für einen der schönsten Weihnachtsmärkte Sachsens.

Seiffener Weihnacht

Adventskranz
Adventskranz

In der kleinen Weihnachtsstadt Seiffen, in der das ganze Jahr über Weihnachten herrscht, gehört ein Weihnachtsmarkt einfach dazu. In den Werkstätten kann man der Entstehung von Räuchermännern, Schwibbogen und Pyramiden sowie Holzspielzeug beiwohnen, während vor den Türen Waren feilgeboten werden. Der Ort ist ganz und gar weihnachtlich geschmückt. Und wenn dann noch am 2. Advent der Lichterzug und am 3. Advent die Bergparade vor der Seiffener Kirche stattfindet, ist die Weihnachtsstimmung auf ihrem Höhepunkt.

Lichtelfest in Schneeberg

Was wäre die Heimat des Schwibbogens und des Bergbaus ohne sein Lichtelfest am zweiten Adventswochenende. Das Lichtelfest geht auf eine alte Bergmanntradition zurück. Da die Bergmänner im Winter kaum Sonne sahen, hatte das Licht für die hart schuftenden Bergleute eine wichtige Bedeutung. Also stellte jeder Bergmann brennende Kerzen in die Fenster seiner Stube, die dann seinen Heimweg erhellten. Für jeden Knaben in der Familie wurde ein geschnitzter Bergmann, der ein Licht trug und für jedes Mädel ein Lichterengel in das Fenster gestellt. Da die Bergleute viele Kinder hatten, waren viele Fenster hell erleuchtet. Diesem Brauch wird noch heute gefolgt und stolze Bergleute ziehen durch die weihnachtlichen Gassen der Bergstadt. Zusammen mit dem wunderschönen Weihnachtsmarkt ein winterlicher Brauch mit langer Tradition, den du erlebt haben solltest.

Historisch-romantischer Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein

Die Festung als solches ist schon einen Ausflug wert, wenn dann aber noch ein historischer Weihnachtsmarkt hinzukommt ist die Illusion einer Märchenwelt fast schon perfekt. Der Aufstieg zur Festung ist besonders von Königstein aus anstrengend, als Ziel die imposante Festung und als Belohnung der Mühen ein imposanter Blick von der Festung hinunter zur Stadt Königstein und hinüber in die Sächsische Schweiz. Und dann als Dreingabe ein historisch-romantischer Weihnachtsmarkt der in dieser Kulisse seinesgleichen sucht. Zwar muss man für die Festung Eintritt bezahlen, doch in Kombination mit dem Besuch der Festung und des Weihnachtsmarkts ist dies ein lohnendes Ausflugsziel für eines der ersten 3 Adventswochenenden.

Historischer Weihnachtsmarkt vor der Frauenkirche

Historischer Weihnachtsmarkt vor der Frauenkirche in Dresden
Historischer Weihnachtsmarkt vor der Frauenkirche in Dresden

Das Ambiente ist perfekt. Vor den Toren von Dresdens Wahrzeichen, in ein gemütliches Licht gekleidet präsentiert sich der Historische Weihnachtsmarkt vor der Frauenkirche im Stile eines Marktes aus dem 17./18. Jahrhundert. Handwerker präsentieren ihr Können und ihre Produkte und die Köstlichkeiten sind etwas rustikaler als auf „neuen“ Weihnachtsmärkten. Wenn es dunkel wird ist die Atmosphäre hier unvergleichlich schön.

Weihnachtsmarkt in Altkötzschenbroda

Weihnachtsdeko
Weihnachtsdeko

Rund um den Dorfanger des Radebeuler Stadtteils Altkötzschenbroda findet einer der vielen kleinen Weihnachtsmärkte in Sachsen statt. Stellvertretend für diese kleinen speziellen Weihnachtsmärkte steht dieser in Altkötzschenbroda als einer der schönsten seiner Art. An den ersten 3 Adventswochenenden findet der Markt hier im romantischen Dorfanger statt und zeigt sich dabei von einer ruhigeren, beschaulicheren Seite mit vielen Buden und geöffneten Boutiquen und Läden.

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

4 Kommentare

  1. Die Bewertung und Einordnung der sächsischen Weihnachtsmärkte finde ich schon ungewöhnlich. Wenn sächsische Einrichtungen hier eine Bewertung der sächsischen Weihnachtsmärkte macht, dann ist zum Beispiel der Chemnitzer Weihnachtsmarkt (der hier ganz fehlt) ganz vorn oder der Beste. Kommt immer auf das Jahr an. Da hat wohl jemand seine Arbeit am PC vom Sofa aus gemacht, dabei sollte man den Flair der Weihnachtsmärkte vor Ort bewerten. Schade!!!

    1. Ne sächsische Einrichtung bin ich zwar nicht gerade, aber der Chemnitzer Weihnachtsmarkt ist in der Tat schön. Leider kann ich mit meinem Freizeitprojekt nicht alle sächsischen Weihnachtsmärkte permanent „abklappern“. Aber vielleicht wird ja die Liste noch um 1-5 weitere Märkte ergänzt und der Chemnitzer Markt dann hier auch aufgeführt.

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