Unterwegs im Geologischen Freilichtmuseum Tharandter Wald

Der schönste Wald Sachsens ruft! Zugegeben, im Winter sind alle Wälder grau. Oder zumindest braun. Doch für geologische Erkundungen eignet sich auch der Winter. Besonders hier im Südwesten von Dresden und Nordosten von Freiberg.

Die Lage des Freilichtmuseums

Womit wir auch schon bei der Lage wären.

Der Tharandter Wald liegt eigentlich genau zwischen Dresden und Freiberg und somit fast genau in der Mitte Sachsens. Ach was sag ich fast. Natürlich genau in der Mitte, wie ich auf meiner Reise zum Mittelpunkt der Sachsen schon festgestellt habe.

Der Geologische Park liegt innerhalb des Tharandter Walds im Norden, startet in der Gemeinde Mohorn und führt über den Landberg bis nach Hartha und von dort wieder zurück in Richtung Mohorn, den Mohorner Grund entlang. Geparkt werden kann am Sportplatz Mohorn oder am Freibad Mohorn.

Geologisches Freilichtmuseum

Das Geologische Freilichtmuseum ist ein 12 km langer Rundwanderweg, der innerhalb kurzer Strecke an Aufschlüssen aller Hauptgesteinstypen vorbeiführt. Studenten der TU Dresden und der Bergakademie Freiberg ist der Tharandter Wald als Exkursionsziel mehr als nur ein Begriff.

Denn innerhalb weniger Kilometer und auf kleiner Fläche kann man Gesteine aus vier Erdzeitaltern, von verschiedenen Bildungsarten, unterschiedlichem Chemismus (saurer und basischer Charakter) und Tiefen der Magmenbildung (etwa Magmen aus der Erdkruste oder aus dem Erdmantel) besichtigen. Die Tages- oder Halbtageswanderung führt dabei an einigen Highlights vorbei.

Geologische Besonderheiten im Tharandter Wald

Das wohl größte Highlight ist der imposante Porphyrfächer gleich zu Beginn unserer Tour. Durch frühere Steinbruchsaktivitäten entstand hier ein geologischer Aufschluss, der Schmelztuff vulkanischer Aktivitäten von vor 320 Millionen Jahren zeigt. Zur erkennen ist am zum Tharandter Vulkanitkomplex gehörenden Porphyrfächer heute ein Kluftfächer (links) , sowie Säulen (rechts).

Ein weiteres Highlight der Tour ist der knapp 430 m hohe Landberg, der als „Nordpfeiler“ des Ost-Erzgebirges gilt. Am Schmiedersgraben gibt es eine kleine Picknickmöglichkeit mit Fernblick und das Gasthaus wenig weiter lädt zur Einkehr ein.

Der Ascherhübel entlang des Geologischen Rundwanderwegs ist ein weiteres bemerkenswertes Highlight. Die hier zu sehenden Aufschlüsse sind die jüngsten aus der 80km tiefen emporgetretenen Gesteine. Die hier sichtbaren basaltischen Gesteine sind gerade einmal 10 Millionen Jahre jung.

Die gesamte Tour findet ihr wie immer auf www.gpsies.com.

Matthias

Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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