Ostalgie pur – DDR-Geschichte erleben und verstehen

Ostalgie pur – DDR-Geschichte erleben und verstehen

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Früher war alles besser. So heißt es zumindest im Volksmund. Das dem nicht immer so war, zeigen die zahlreichen DDR-Museen in Sachsen, die umfangreiche Einblicke in das Leben der DDR-Bürger geben, aber auch ungefiltert die Geschichte der Staatssicherheit präsentieren und aufarbeiten. In zahlreichen Museen im Freistaat lässt sich die Geschichte zwischen 1949 und 1989 nachvollziehen.

In folgenden Orten befindet sich ein DDR-Museum:

DDR-Museum Mühltroff im Vogtland

Das Museum im vogtländischen Mühltroff wurde 2007 eröffnet und zeigt derzeit etwa 4500 Gegenstände aus der DDR-Zeit. Ursprünglich entstammten viele Teile einer privaten Sammlung. Mittlerweile befindet sich das Museum im ehemaligen Kindergarten des Ortes. Geöffnet hat das Museum nur von April bis Oktober.

Museum Zeitreise in Dresden

Am Albertplatz Dresden befindet sich das größte und bekannteste DDR-Museum Sachsens.

Das vormals in Radebeul befindliche Museum ist vor ein paar Jahren nach Dresden umgezogen. Selbst Schauspieler Tom Hanks besuchte das 4 Etagen umfassende Museum. Mit seiner Ausstellfläche von 3500qm bot das Radebeuler Museum einen umfangreichen Überblick auf das Leben in der ehemaligen DDR und lässt viele DDR-Bürger in Erinnerungen schwelgen. Mittlerweile erstreckt sich das „neue, alte“ Museum nur noch auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern, ist aber nicht minder sehenswert.

DDR-Museum Pirna

Mit seinem komplett ausgestatteten Konsum, einem kleinen Kindergarten, einem Klassenzimmer und zahlreichen Fahrzeugen aus sozialistischen Zeiten ist das Museum mit seinen 1500qm Innen- und 800qm AUßenfläche eines der größeren Sachsens. Das Museum ist privat geführt.

DDR Museum Wernitzgrün

In der DDR-Ausstellung, im ehemaligen Schulgebäude von Wernitzgrün erlebt man in historischer Atmosphäre ein vergangenes Lebensgefühl. Gezeigt wird das ganz normale Alltagsleben mit seinen Gebrauchsgegenständen, Einrichtungen und dessen Organisation. Es hat in den Sommermonaten geöffnet, kann aber auch außerhalb der Öffnungszeiten nach telefonischer Absprache besichtigt werden.

N‘OSTALGIE-Museum in Leipzig

Ganz ohne Hinweis- und Erläuterungsschildchen  kann der Besucher des N’Ostalgie-Museums hier in Erinnerungen schwelgen und sich Alltagsgegenstände der DDR-Zeit anschauen. Knapp 30.000 Exponate sorgen für einen umfangreichen Überblick und Einblick in den Sozialismus.

Stasi-Bunker in Machern bei Leipzig

Jeden letzten Samstag im Monat zwischen 13 und 16 Uhr hat der Stasi-Bunker in Machern geöffnet und zeigt einen eindrucksvollen Blick in die Abischerungsversuche der Stasi-Oberen im atomaren Ernstfall. Getarnt wurde der Bunker als Objekt des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Leipzig getarnt. Entdeckt wurde dieser in den Jahren 1989/90 und gilt seither als Denkmal.

Stasi-Knast Bautzen II – Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Bautzen II arbeitet heute die Vergangenheit der Einrichtung als Gefängnis für politisch Andersdenkende auf. Die überwiegende Zahl der Insassen war aus politischen Gründen inhaftiert. Zu den Gefangenen zählten vor allem politische Gegner der SED-Führungsspitze, ausländische (hauptsächlich bundesdeutsche) Häftlinge, die wegen Spionage und Fluchthilfe verurteilt waren, aber auch straffällig gewordene Funktionäre aus dem DDR-Herrschaftsapparat. Im Durchschnitt waren in dieser Zeit 150 bis 180 Gefangene in Bautzen II inhaftiert. In einem bedrückenden Rundgang erhalt man Einblicke in die wenig rühmliche Geschichte des Gebäudes.

Gedänkstätte Bautzner Straße in Dresden

Auf dem ehemaligen Gelände der „Stasi“ in Dresden befindet sich die Gedänkstätte Bautzner Straße in der man unter anderem Verhörräume, Zweierzellen, Arrestzellen und einen Gebäudetrakt besichtigen kann. Verschiedene Ausstellungen arbeiten die Vergangenheit des Ortes auf.

Freilichtmuseum in Mödlareuth

Auch wenn Mödlareuth nicht in Sachsen liegt, so ist der Abstecher ins thüringische Vogtland in jedem Falle eine Reise wert. War doch Mödlareuth während der DDR-Zeit ein geteilter Ort zwischen den beiden deutschen Staaten. Die Mauer verlief mitten durch den Ort und für die „Einreise“ in den ostdeutschen Ortsteil benötigte man einen sog. Passierschein. Von der bewegten Geschichte des kleinen Orts erzählt heute ein Freilichtmuseum mit einem Stück Mauer, welches als Mahnmal erhalten geblieben ist.

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Matthias
Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

2 Antworten

  1. Guten Tag Matthias,
    danke für die vielen Ausflugstipps. Ich werde demnächst davon Gebrauch machen. Höfgen macht mich neugierig.
    Hier noch eine Ergänzung zu den DDR Museen. Das Radebeuler Museum gibt es schon eine ganze Zeit nicht mehr in Radebeul. Die Ausstellung ist nach Dresden zum Albertplatz gezogen.
    Viele Grüße aus Radeberg

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