Wer hier hoch hinaus will braucht drei Dinge: Ortskenntnis, Standfestigkeit und Schwindelfreiheit. Denn der Rosentalturm in Leipzig ist gut versteckt und entwickelt eine gewisse Eigendynamik.

Das Rosental im nördlichen Auenwald

Blick auf Leipzig vom Rosentalturm
Blick auf Leipzig vom Rosentalturm

Begrenzt durch den Elstermühlgraben im Süden, die Parthe im Norden und den Zoo im Osten ist das Rosental ein kleines parkartiges Stück Wald im Leipziger Auenwald. Wer aufmerksam durch diesen Teil des Auenwaldes geht wird heute noch sechs der ehemals elf Sichtschneisen sehen, die hier früher in den Wald geschlagen wurden und auf interessante Punkte in der Umgebung gerichtet waren.

Am Ostrand der großen Rosentalwiese kann man als Spaziergänger einen Blick in die Tierwelt des Leipziger Zoos werfen und Tiere beobachten.

Der Rosentalturm im Nordwesten des Rosentals

Der Rosentalturm von unten
Der Rosentalturm von unten

Die künstliche Anhöhe im Nordwesten des Rosentals, der Rosentalhügel – auch„Scherbelberg“ genannt, entstand Ende des 19. Jahrhunderts und beheimatete bis zu den Bombenangriffen im Jahr 1943 einen hölzernen Aussichtsturm. Seit 1975 steht gut im Blätterwerk des Waldes versteckt eine abenteuerliche Stahlkonstruktion. Wer den Weg hierher gefunden hat, der sollte unbedingt einen Aufstieg wagen. Bei Wind sollte man eine gewisse Standfestigkeit mitbringen. Denn schon bei geringen Böen entwickelt der Turm eine gewisse Eigendynamik und schwingt spürbar munter hin und her.

Der Rosentalturm von oben
Der Rosentalturm von oben

Doch der Ausblick auf Leipzig und das Umland überspielt das Schwingen recht gekonnt. Nach einigen Stufen, die im Zick-Zack hinauf führen steht man inmitten des Waldes über den Baumkronen und bekommt einen grünen Rundum-Blick auf Leipzig. Die grauen Asphaltstraßen und Fussgängerwege der Innenstadt sind weit weg. Dennoch erkennt man die markanten Gebäude der Stadtsilhouette recht deutlich. Unter einem ist nur grünes Blattwerk und der Blick in Richtung Südosten zeigt die Thomaskirche, Nicolaikirche, den „hohlen Zahn“ und das Leipziger Fußballstadion.

Fazit: Wunderschön grüne Aussicht auf die Großstadt

Gut versteckt und im Sommer aufgrund des dichten Blattwerks lange nicht sichtbar bietet der Rosentalturm in Leipzigs Auenwald eine grüne Aussicht auf die Innenstadt und die nördlichen und nordwestlichen Stadtteile Leipzigs.

Der Aufstieg zum Rosentalhügel
Der Aufstieg zum Rosentalhügel

Wer den längeren Weg von der Rosentaler Wiese scheut, der hat eventuell Glück bei der Parkplatzsuche bei den Sportanlagen bei der Mühlwiese. Von hier aus geht es eigentlich immer der Parthe entlang bis man auf einen Hügel zuläuft. Diesen muss man nur umrunden und schon ist man auf dem Rosentalhügel mit seinem Aussichtsturm angelangt.

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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