Im Adorfer Ortsteil Remtengrün steht ein hölzerner Aussichtsturm, der dir einen fabelhaften Rundumblick auf das Vogtland und Tschechien bietet.Die Lage ist prädestiniert für einen Aussichtsturm. Das wussten bereits die Herren des Gebirgsvereins zu Adorf, die hier in den Jahren 1880-85 das Ernstturm getaufte Aussichtsgerüst errichteten. Nebenan befand sich damals die Gastwirthschaft zum Aussichtsturm. Der Gastwirt der Wirtschaft war es anno 1929/30 auch, der einen neuen 15m hohen hölzernen Turm errichten lies und diesen am Pfingstsonntag 1930 eröffnete. Die Freude währte aber nur 22 Jahre, danach musste der Turm für den Besucherverkehr gesperrt und 1961 schließlich abgerissen werden.

Gaststaette "Zum Turm in Adorf"
Gaststaette „Zum Turm in Adorf“

1993 baute die Stadt Adorf an gleicher Stelle den nun 20 m hohen Aussichtsturm, der über 86 Stufen erklommen werden kann. Die nebenan liegende Gastwirtschaft ist seit dem Herbst 2015 leider nicht mehr geöffnet.

Anreise und Eintrittspreise

Blick vom Aussichtsturm Remtengrün nach Südosten
Blick vom Aussichtsturm Remtengrün nach Südosten

Den Parkplatz vor der Gaststätte kannst du nutzen, solltest du mit dem Auto über die Landwüster Straße in den Turmweg anreisen. Alternativ führt ein Wanderweg aus Bad Elster hoch nach Remtengrün zum Aussichtsturm.

Der Eintritt in den Turm ist nicht kostenlos. Ein Tor vor dem Turm versperrt den Zugang, lässt sich aber gegen einen Eintrittspreis von 1 € öffnen. Wieviele Personen gleichzeitig oder nacheinander durch das geöffnete Tor gehen, spielt keine Rolle. Schnäppchenjäger sollten also in großen Gruppen kommen.

Die Aussicht

Blick vom Aussichtsturm Remtengrün nach Nordosten
Blick vom Aussichtsturm Remtengrün nach Nordosten

Oben angekommen kannst du das 360Grad-Obervogtland-Panorama in vollen Zügen genießen. Ein Fernrohr sorgt zudem für eine bessere Rundumsicht.

Von der Plattform des Aussichtsturms erblickst du beispielsweise Adorf, im Südwesten Bad Elster und den Plattenberg (603m), im Nordosten Schöneck mit dem IFA-Hotel, den 943m hohen Kiel, im Osten die Bismarcksäule in Markneukirchen und den Hohen Stein in Tschechien. Bei klarem Wetter soll man von hier sogar bis in die Leipziger Tiefebene schauen können.

Die Sicht von hier oben ist in jedem Falle einen Ausflug wert, schade dass man nicht mehr gleich hier einkehren kann.

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

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