Die Weinstadt zwischen Dresden und Meißen bietet allerhand reizvolle Aussichten. Begleitet mich auf einem kleinen Rundgang entlang der Weinhänge Weinböhlas.

Unsere kleine Runde an den Elbhängen Weinböhlas führt uns zu drei Aussichtspunkten und startet am Laubenschlösschen, einem schönen Hotel mit kleinem Biergarten. Von hier aus ist es nicht weit bis zum ersten Turm. Eine Einkehr ins Laubenschlösschen kann durchaus lohnenswert sein.

Friedensturm Weinböhla

Der Friedensturm in Weinböhla, auch Bismarckwarte genannt
Der Friedensturm in Weinböhla, auch Bismarckwarte genannt

Denn ohne einen Schlüssel, den man hier bekommt, ist der Friedensturm nicht begehbar. Zwar ist die Schlüsselausleihe auch in der Gemeindeverwaltung am Rathausplatz und in der Touristinformation am Kirchplatz möglich, doch die Öffnungszeiten des Laubenschlösschens sind doch um einiges freundlicher, als jene in den beiden kommunalen Einrichtungen.

Postmeilensäule am Laubenschlösschen in Weinböhla
Postmeilensäule am Laubenschlösschen in Weinböhla

Und auch der Weg vom Laubenschlösschen zum Friedensturm ist um einiges kürzer. Einzig die Wilhelm-Wiesner-Straße musst du bis zum Ende abgehen, um am Turm zu stehen. Der Friedensturm wurde 1902/03 erbaut und trägt auch den Namen „Bismarckwarte“ und reiht sich damit in die Vielzahl an Bismarcktürmen in Sachsen ein.

Auf der ersten Ebene des Friedensturm
Auf der ersten Ebene des Friedensturm

Der markante Turm mit seiner unteren Ebene, die einer kleinen Burg gleicht, kann ganzjährig besichtigt werden. Am Turm führen zudem zwei Wanderwege zu den beiden anderen Türmen Weinböhlas, die sich auch in einer größeren Runde in einer Tour erlaufen lassen. Aber bitte nicht vergessen, den Schlüssel zurück zu bringen!

König-Albert-Turm

Der König-Albert-Turm in Weinböhla
Der König-Albert-Turm in Weinböhla

Der zweite Turm von Weinböhlas Turm-Trio ist der König-Albert-Turm. Knapp einen Kilometer entfernt vom Friedensturm bietet der 1898 eröffnete König-Albert-Turm ein herrliches Panorama auf das Elbtal, die Stadt und das Weinböhlaer Umland mit Meißen und Dresden. Aus gut 20m Höhe genießt man die Rundumsicht aus knapp 219m über NN. Der Turm ist der meistbesuchte der 3 Weinböhlaer Türme

Geöffnet hat der Turm sonn- und feiertags von 14-16 Uhr von März bis Oktober. Zu anderen Zeiten musst du dir den Schlüssel an der Touristinformation holen.

Die Wartturm-Ruine

Fertig zur Lese.
Fertig zur Lese.

Der dritte Turm in Weinböhla befindet sich ebenfalls am Elbhang und ist inmitten der Weinböhlaer Weinberge beheimatet. Der Park am Burggrafenhain ist einer der landschaftlich schönsten Landstriche in Weinböhla. Und mittendrin steht die Ruine des Wartturms. Diese kann in der unteren Ebene noch begangen werden und auch von der Wiese um die Ruine herum hast du eine herrliche Aussicht auf Weinböhla und das Elbtal.

Der Wartturm in Weinböhla
Der Wartturm in Weinböhla

Gellerthäuschen auf dem Gellertberg in Niederau

Blick vom Gellerturm auf Niederau und die Elbtalniederung
Blick vom Gellerturm auf Niederau und die Elbtalniederung

Und für alle, die noch ein wenig weiter wandern wollen, ist das Gellerthäuschen auf dem Gellertberg in Weinböhlas Nachbargemeinde Niederau sicherlich noch ein Option. Hier oben befindet sich ein Türmchen und eine Freilichtbühne in der im Sommer Filme aufgeführt werden und Konzerte stattfinden. Wieder ist der Blick auf das Elbtal von hier oben fantastisch und die Lage mit dem Weinberg zu Füßen romantisch.

Die Tour zu den 4 Türmen

Blick auf Weinböhla und die Elbtalniederung
Blick auf Weinböhla und die Elbtalniederung

Am bequemsten ist es natürlich die Türme mit dem Auto anzufahren. Parkplätze in der Nähe der Türme machen eine bequeme Anreise möglich. Etwas anstrengender ist eine kleine Radtour zu den vier Türmen, die du mit als Rundtour durch die Moritzburger Wälder und Schloss Moritzburg zu einer ausgedehnten Tagestour planen kannst. Für die Wandersleute empfiehlt sich eine 9.5km lange Runde vom Haltepunkt Weinböhla aus durch die Kleinstadt hin zum Friedensturm, von dort über König-Albert-Turm zur Wartturm-Ruine und durch de Burggrafenheide hin zum Gellerthäuschen. Von dort aus ist es nicht weit zum Bahnhof Niederau mit dem lange Zeit ältesten in Betrieb befindlichen Bahnhofsgebäude Deutschlands, das seit Mitte der 2000er Jahre als Wohngebäude genutzt wird.

Matthias
Als gebürtiger Vogtländer, der in Chemnitz zur Berufsschule ging, in Dresden studiert und lebt, ist mir Sachsen ans Herz gewachsen. Meine Begeisterung über die Sehenswürdigkeiten des Freisaats möchte ich gerne mit anderen teilen. Mehr über mich und den Blog erfahrt ihr auf der Über mich-Seite

3 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.